Enabling – Medienbusiness der Zukunft

03 Mai Enabling – Medienbusiness der Zukunft

Master Datamanagement, IT Governance & Business by Algorithm

Das Zauberwort des Medienbusiness der Zukunft ist „Enabling“. Es geht künftig darum, sehr agil und flexibel neue Märkte zu generieren oder auf sie reagieren zu können. Voraussetzung dafür sind sauber geführte Daten (Data Governance), mit denen Datenbanken optimal arbeiten können (Master Data Management) und so wie automatisch „Business by Algorithm“ möglich machen.

Das Medienbusiness ist künftig nicht nur eine Vermittlung von Text, Bild, Video oder Audio. Waren, Dienstleistungen, Services und ihre Vermarktung werden ebenso „Kommunikationsmittel“ sein. Das funktioniert speziell in digitalen Zeiten, das Medienbusiness muss sich nur neu definieren und intelligenter werden. Es muss direkt auf Kundenbedürfnisse eingehen können, sie in Echtzeit ermitteln und daraus neue, aktuelle Märkte generieren. Kurz: das Medienbusiness muss mehr „möglich machen“ können als bisher.

enabling

Enabling
„Enabling“ (engl.: enable – möglich machen), dieser Begriff steht im Zentrum dieses Wandlungsprozesses. Enabling bezieht sich auf neue Software-Möglichkeiten ebenso wie auf neue Business-Konzepte. Enabling meint: Ermöglichung neuer Prozesse, neuer Geschäftsfelder und Geschäftsmodelle; meint, neue Produkte, neue Vertriebswege und bessere Performance. Enabling bedeutet aber auch, offene Diskurse möglich zu machen, intern ebenso wie zwischen Nutzern/Lesern und Produzenten/Journalisten. Enabling ermöglicht Modernisierung und macht so neue Wege in die Zukunft frei. Im engeren technischen Verständnis meint Enabling neue, intelligente Software-Funktionen, die im Medienhaus den Fluss von Daten über Applikationsgrenzen hinweg ermöglichen. Das bringt dringend nötige Agilität und Fluidität. Nur so kann künftig schnell und flexibel auf sich kurzfristig eröffnende Geschäftsmöglichkeiten reagiert werden. Vorbedingung dafür sind ein konsequenter Umgang mit Daten und konsolidierte Datenbanken.

Data-Governance
Zu oft schwirren schlecht beschriebene, ungenau oder fehlerhaft eingegebene Daten in Datenbanken umher, die meist nicht einmal miteinander kompatibel sind. Zu oft gibt es Mehrfach-Eingaben derselben Daten in verschiedenen Schreibweisen. Dieses Problem, das im künftigen digitalen Business von zentraler Bedeutung sein wird, ist nur zu lösen, wenn man konsequent Ordnung in den (Meta-) Daten und den Datenverarbeitungsprozessen schafft. Dafür muss, wer im Medienbusiness der Zukunft erfolgreich sein will, gezielt Data-Governance betreiben. Darunter versteht man die Definition von Stammdaten und Metadaten, die Garantie ihrer Qualität und ihre intelligente Behandlung. Dafür müssen Vorstand und leitendes Management die Voraussetzungen schaffen. Nur bei klaren Verantwortlichkeiten funktioniert Data Governance. Ab einer bestimmten Unternehmensgröße sollte sich daher (mindestens) ein eigener Mitarbeiter um das entsprechende Data Stewardship kümmern.

Master Data Management
Nur so ist gewährleistet, dass ein erfolgreiches Master Data Management betrieben wird. Darunter versteht man die Fähigkeit, Daten aus einander eigentlich fremden Quellen kompatibel zu machen und zu nutzen. Nur so können Daten aus externen Datenbanken (Studien, Marktdaten, Leistungswerte etc.) mit internen Datenbanken (CRM, Ad-Server, Publishingplattform, Shop) verglichen werden. Erst dann kann wirklich produktiv mit Daten gearbeitet werden.

Business by Algorithm
Sind diese Voraussetzungen geschaffen, ist wirklich effektives Konversion-Enabling möglich. Dann können Daten neue Geschäftsfelder und Geschäftsideen „enabeln“. Wenn Daten richtig verknüpft werden und sie intelligent und kreativ miteinander korrelieren, wird quasi „automatisch“ Business betrieben. „Business by Algorithm“ nennen wir das bei muellerPrange, wenn intelligent programmierte Algorithmen aus Unmengen von Daten die richtigen Schlüsse ziehen und so Businessentscheidungen leichter machen oder Businessaktivitäten initiieren. Business by Algorithm setzt voraus, dass die Algorithmen von Businessmanagern entwickelt werden, die ihr Geschäft verstehen. Die Algorithmen können aus den riesigen, künftig immer größer werdenden Datenmengen (Stichwort: „Big Data“) von Userdaten, Produkt- und Produktionsdaten, Vertriebs- und Umsatzzahlen in Echtzeit Handlungsvorschläge generieren. So lassen sich neue Business-Opportunities, neue Märkte oder ungenügend genutzte Ressourcen entdecken. Das ist „Enabling“ in Echtzeit.

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